Nach Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit in den Jahren 1949 - 1950 wurde auch der Schießsport in der Bruderschaft, insbesondere von den jüngeren Mitgliedern, gefördert.

Bild : Der damalige und heutige Schießwart Johannes Matuszewski mit dem St.-Georg-Pokal.
[Anmerkung: 1994 ging die Verantwortung auf Johannes Matuszewski jun. über ]

Nach ersten Gehversuchen innerhalb der Bruderschaft, durch Abhalten des jährlichen Preisschießens bei unseren Vereinswirten - Baggelmann, Thiemann und Schlüter -, wurde im Jahr 1952 der St.-Georg-Pokal gestiftet und die Ausschreibung zur Durchführung eines überörtlichen Wettkampfes getätigt. Der St.-Georg-Pokal ist eine Holzschnitzarbeit des Schützenbruders Willi Schlüter aus Rinkerode. Es stellt unseren Vereinspatron, den heiligen Georg, in Reliefarbeit dar. Der Untergrund ist eine schildförmige Eichenplatte zur Aufnahme der Silberplaketten der jeweiligen Siegermannschaft.

Eingeladen wurden Vereine aus der Nachbarschaft der Bruderschaft, aus Drensteinfurt, Walstedde, Rinkerode, Bockum-Hövel und Hamm.


Bis 1968 wurden 16 Wettkämpfe durchgeführt. In den Reigen der Siegermannschaften haben sich:
Schützengilde von 1840 Rinkerode
Schützenverein Hamm Nordenfeldmark 1839
Allg. Schützenverein Hamm Nordenfeldmark 1925
Schützenverein Hamm Westenfeldmark 1879
Schützenverein Hamm Südenfeldmark
und die Schützenbruderschaft „St. Georg Mersch-Ameke 1839" eingetragen.

Seit 1968 ist der Pokal im Schießstand des Schützenvereins Hamm Westenfeldmark 1879 beheimatet.

Das Anliegen der Bruderschaft St. Georg ist die Wiederaufnahme der Wettkämpfe um diesen „Ewigen Wanderpokal".

Im Juni 1977 wurde von der St. Georg Bruderschaft anläßlich der Sportwoche der Stadt Drensteinfurt ein Schießwettbewerb durchgeführt.

Nach monatelangen Überlegungen um die Schaffung eines Stadt-Pokals im Luftgewehrschießen, gelang es uns auf dem Frühschoppen anläßlich des Schützenfestes 1977, den Bürgermeister der Stadt Drensteinfurt, Herrn Heinz Fels, zur Stiftung eines Pokals zu gewinnen.

Im April 1978 gingen die Einladungen zu einer vorbereitenden Ausschußsitzung an die örtlichen Schützenvereine, die Nachschub-Kompanie 190 Ahlen, Feuerwehr und den Hegering. Am 9. Mai 1978 fand die erste Ausschußsitzung beim Vereinswirt Havers in Mersch statt.

Nach Klärung der Wettkampfbestimmungen wurde auch der Termin für die erste Austragung des Wettbewerbs festgelegt und zwar in der Zeit vom 21.-25. Mai 1978 beim Vereinswirt Havers in Mersch.

14 Mannschaften hatten ihre Teilnahme zugesagt. Die Siegerehrung dieses ersten Wettkampfes nahm der Bürgermeister der Stadt Drensteinfurt, Herr Heinz Fels, am 4. Juni 1978 im Festzelt der Bruderschaft vor.


Das Schießen um den Pokal der Stadt Drensteinfurt ist seitdem ein fester Bestandteil im Terminkalender der Sützenvereine, der Nachschub-Kompanie 190 und der Feuerwehr.

Ab 1985 nahmen auch Damen unserer Vereinsmitglieder den Wettbewerb um den Stadtpokal der Damen auf. Anlaß zu diesem Wettstreit gab Bürgermeister Herr Albert Leifert am 5. August 1984 bei der Siegerehrung der Stadtmeister in Rinkerode. Er forderte die weibliche Jugend und die Frauen unserer Mitglieder auf, nicht nur zuzuschauen, sondern ihrerseits auch das Luftgewehr in die Hand zu nehmen und auf die Zehner-Ring-Scheibe zu schießen.

Die Damen der Hubertus-Schützen, der Johannes- und der St.-Georg-Schützen nahmen diese Aufforderung an und schafften in eigenen Riegen ihr Refugium, wo neben dem Schießsport die Geselligkeit und Kameradschaft seinen besonderen Platz hat.

Sieger dieser Wettkämpfe waren abwechselnd die Schützen und Schützinnen der Hubertus Schützengilde Rinkerode und der Bürgerschützen St. Johannes Drensteinfurt. Aber die Schützinnen und Schützen der „St. Georg" Bruderschaft brauchen sich auch nicht zu verstecken, denn mit dem 2., 3. sowie 4. Platz ist immer eine gute Plazierung bei 20 Mannschaften gegeben.

1983 wurde anläßlich der Übernahme des vereinseigenen Schießstandes in Mersch ein weiterer Pokal gestiftet. Er wird jährlich im November ausgeschossen. Ausrichter ist stets die Schützenbruderschaft „St. Georg" Mersch-Ameke. Sieger dieser Begegnungen waren abwechselnd:
Hubertus Schützengilde Rinkerode
Bürgerschützen St. Johannes Drensteinfurt
und „St. Georg" Mersch-Ameke.

Seit 1984 nehmen auch die Damen unserer Mitglieder an diesem Wettbewerb teil. Für sie steht ein eigener Pokal zur Verfügung.

Zur Förderung des vereinsinternen Schießsportes hat unser Vereinswirt Hermann Havers den Wildschwein-Pokal gestiftet. Eine Bronze-Figur eines Wildebers auf einem Holzsockel für die Anbringung der Siegerplaketten.

Für die Jungschützen (bis zu 20 Jahren) wurde dazu ein kleinerer Pokal in gleicher Ausführung angeschafft.


Die Pokale werden alljährlich im Frühjahr ausgeschossen. Die Sieger sind zudem Vereinsmeister des betreffenden Jahres. 1988 wurde für die Altersschützen (51 Jahre und älter) ein weiterer Pokal besorgt, um auch den älteren Schützen Gelegenheit zu geben, in ihrer Klasse den Vereinsmeister zu stellen.

Vereinsmeister:

Schützen:
Jungschützen:
1979Luthmann, Norbert Strukamp, Reinhard
1980Luthmann, Norbert Matuszewski, Johannes jun.
1981Matuszewski, Johannes jun. Bolmerg, Willi jun.
1982Ontrop, Bernd Strukamp, Dieter
1983Matuszewski, Johannes jun. Strukamp, Dieter
1984Ontrop, Bernd  Feldmann, Georg
1985Matuszewski, Johannes jun. Feldmann, Georg
1986Ontrop, Bernd  Feldmann, Georg
1987Matuszewski, Johannes jun. Gebker, Thomas
1988Matuszewski, Johannes jun. Höller, Ute
1989Feldmann, Georg Möllers, Volker

Altersklasse:
1988Leismann, Stefan 
1989Leismann, Stefan 

Neben zahlreichen Schießauszeichnungen in Bronze, Silber und Gold des Stadtverbandes Hamm und des Zentralverbandes der historischen deutschen Schützenbruderschaften sicherten sich einige Schützenbrüder als Bezirkskönige die Teilnahme am Bundeskönigsschießen. 1957 errang Stefan Leismann in Duisburg dabei die Diözesan-Königswürde.

Bei einem Pokal-Schießen des Bürgerschützenvereins Albersloh im Jahre 1975 wurde die Riege der Bruderschaft „St. Georg" Pokal-Sieger.


Quelle : Festheft * 150 Jahre * Schützenbruderschaft „St. Georg" Mersch-Ameke : 1839-1989
(Herausgeber : Schützenbruderschaft „St. Georg" Mersch-Ameke, erschienen : Mai 1989)
und die weiteren Jahre .....




 
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